BTW-18 Stephanie Reinhold

Liebe Freundinnen und Freunde,

auf die Politik der kommenden Jahre warten große Herausforderungen. Dabei wird von zentraler Bedeutung sein, ob es uns gelingt, das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich aufzuhalten. Unser Sozialstaat hat Schwächen, und das nicht erst seit gestern. Der Wohlstand in unserem Land nimmt zwar weiter zu, doch davon profitieren längst nicht alle Menschen. So leben in Deutschland zwei Millionen Kinder in Armut, und von Chancengerechtigkeit sind wir weit entfernt. Leider gibt es bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen im Bund zu wenig politischen Willen, dies ernsthaft zu ändern.

Ich kann diese Ungerechtigkeiten nicht länger einfach so hinnehmen. Gerechtigkeit ist die Basis für ein gutes Miteinander. Deshalb habe ich mich entschlossen, für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. Der Schritt in die Bundespolitik ist nur konsequent. Meine persönlichen und beruflichen Ziele sind seit Jahren gleich geblieben: ein gutes Zusammenleben und Gerechtigkeit.

Als Stellvertretende Bezirksvorsteherin in Stuttgart setze ich mich schon heute für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein und habe mein Ohr bei den Menschen in den lokalen Initiativen, Vereinen, Institutionen und Einrichtungen. Ich kümmere mich seit fast zwei Jahren besonders intensiv, konkret und praktisch um die Integration von Flüchtlingen vor Ort. Für mich ist das Prinzip „Fordern und Fördern“ die Grundlage für eine erfolgreiche Integration. Ich bin überzeugt, dass wir Grünen auf Bundesebene für bessere Rahmenbedingungen sorgen können, um die Integration zu erleichtern. Dazu zählen Integrationskurse für alle Flüchtlinge unabhängig von der Perspektive auf ein Bleiberecht. Deutsch zu lernen und unsere Grundrechte zu kennen, ist für alle sinnvoll und fördert das Zusammenleben. Bei meiner Arbeit profitiere ich übrigens von den Erfahrungen, die ich selber als „Ausländerin“ während meiner mehrjährigen Aufenthalte in Japan und China gesammelt habe. Für mich ist Integration, auch eine Integration auf Zeit, eine Frage der Menschlichkeit.

Aus meiner Arbeit in der kommunalen Verwaltung weiß ich, dass neue Herausforderungen neue Wege erfordern. Eine gute Integration in den Arbeitsmarkt wird nur mit den passenden Strukturen und Maßnahmen gelingen. So brauchen wir neue Konzepte, die Spracherwerb und betrieblichen Alltag sinnvoll kombinieren, um früher mit der Arbeitsmarktintegration beginnen zu können. Grüne Politik zeichnet sich schon immer durch eine hohe Innovationskraft aus. Davon brauchen wir zukünftig wieder mehr, denn das Flicken bestehender Strukturen reicht häufig nicht aus. Für innovative Konzepte braucht es Mut und Zuversicht, Überzeugungskraft und Durchhaltevermögen – aber auch Sachverstand und konkrete, praktische Erfahrung.

Als Verwaltungsexpertin und Dienststellenleiterin habe ich rund acht Jahre Erfahrung im sozialen Bereich. Ich kenne die aktuellen Gesetze und die Lebenssituationen der Menschen aus meiner täglichen Arbeit – und ich weiß, wo wir Grüne es besser machen würden. Ständige Gesetzesänderungen und komplizierte Verwaltungsverfahren sind für die Bürgerinnen und Bürger nur schwer nachvollziehbar. Das Vertrauen in den Staat geht so verloren. Auch deshalb habe ich mich entschlossen, nicht länger schlechte Politik umzusetzen, sondern selber gute Politik zu machen. Ich möchte aktiv an den Gesetzgebungsverfahren mitwirken und meine Expertise einbringen. Dabei werde ich mich insbesondere für die Einführung einer Garantierente einsetzen. So können wir älteren Menschen den Gang zum Sozialamt ersparen, ein Leben in Würde ermöglichen und unser Versprechen auf gesellschaftliche Teilhabe einlösen. Gerechte Politik muss nicht kompliziert sein.

Jeder Mensch hat den Anspruch, gerecht behandelt zu werden; wer sich ungerecht behandelt fühlt, wendet sich ab. Lasst uns auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen und ihnen zuhören. Und zwar auch dort, wo sie nicht mit uns rechnen. Nur wenn wir verstehen, um was es den Menschen eigentlich geht, können wir in einen guten Dialog treten. Ein Gespräch auf Augenhöhe kann Ängste nehmen und Orientierung geben. Wäre Dialogfähigkeit nicht schon heute eine unserer größten Stärken, wir müssten sie jetzt dazu machen.

Liebe Freundinnen und Freunde,

Gesellschaft aktiv zu gestalten, Brücken zu bauen und Teilhabe zu ermöglichen – das alles ist mir ein wichtiges Anliegen. Als Volksvertreterin im Deutschen Bundestag möchte ich auf Bundesebene Verantwortung übernehmen und die Grundlagen für ein gutes Miteinander schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass ich als aktiver Teil einer starken Bundestagsfraktion einen guten Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft leisten kann. Wir brauchen jedoch Regierungsverantwortung, um unsere Grüne Politik in die Tat umsetzen zu können. Ich möchte mit euch gemeinsam in ganz Baden-Württemberg für ein starkes grünes Ergebnis kämpfen. Im Wahlkampf werde ich mich überall dort engagieren, wo ihr mich braucht. Gemeinsam sind wir stark!

Ich bewerbe mich um einen aussichtsreichen Listenplatz und bitte um Eure Unterstützung.

Herzliche Grüße

Eure Stephanie Reinhold

Biografie

Persönliches

  • Ich bin 1975 in Freiburg im Breisgau geboren und in Gundelfingen aufgewachsen. Meine Eltern waren selbstständig und hatten einen kleinen Fahrradladen.
  • Ich bin verheiratet mit Michael Reinhold, wir haben einen Sohn und eine Tochter.
  • Ich habe mit der Familie mehrere Jahre in Tokio und Peking gelebt.
Ausbildung und Beruf
  • Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin, Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl (1995 – 1999)
  • Berufsbegleitendes Masterstudium „Public Management“, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg (2013 – 2016)
  • Stellvertretende Bezirksvorsteherin bei der Landeshauptstadt Stuttgart
Politisches
  • Seit 2011 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen
  • Aktuell: Mitglied des Ortsvorstands in Ostfildern
 Kontakt
  • Telefon: 0711 / 5049 2769
  • Email: info@stephanie-reinhold.de
  • Facebook: https://www.facebook.com/Stephanie.Reinhold.31

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