BTW-8 Matthias Gastel

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

wenn wir in Zukunft unsere Mobilität mit geringerem Ressourcenverbrauch und weniger Treibhausgasen sichern wollen, dann müssen wir die Energiewende um eine Verkehrswende ergänzen. Immer mehr, vor allem junge Menschen, leben uns schon heute die Mobilität der Zukunft vor: Sie kombinieren je nach Strecke und Zweck und je nachdem, ob sie in der Stadt oder auf dem Land unterwegs sind, verschiedene Verkehrsmittel. Das Rad wird genutzt, um zu Bus oder Bahn zu gelangen und mit dem Fernbus weiterzureisen. Gerne wird auch auf Carsharing zurückgegriffen oder mittels App eine Mitfahrgelegenheit organisiert.

Seit drei Jahren arbeite ich nun als Teil unserer Landesgruppe im Bundestag an Konzepten, um die Verkehrswende voran zu bringen. Denn die Verkehrspolitik ist das Thema, für das ich mich dort leidenschaftlich engagiere und das mir auch schon als Kommunalpolitiker am Herzen lag.

Noch immer hat der Verkehrssektor seinen Beitrag für das Erreichen der Klimaziele nicht geleistet – im Gegenteil. Es geht darum, Verkehr zu vermeiden und zu verlagern, ohne dass dadurch unsere Mobilität eingeschränkt wird. Und es geht darum, den Energiebedarf im Verkehr aus erneuerbaren Quellen zu speisen und ganz konkret die Elektromobilität voranzubringen. Gerade für die baden-württembergische Automobilindustrie ist es von entscheidender Bedeutung, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf sparsame, emissionsarme Fahrzeuge und Elektromobilität zu setzen. Mobilität zu sichern heißt aber auch, barrierefreie öffentliche Räume und Zugänge zu schaffen. Denn Mobilität ist die Voraussetzung für wirtschaftliche und soziale Teilhabe.

Die Bahn aufs richtige Gleis setzen

Deutschland investiert weitaus weniger in sein Schienennetz als erfolgreiche Bahnländer wie Österreich oder die Schweiz. Die Milliarden, die in teure Hochgeschwindigkeitsstrecken und unsinnige Projekte wie Stuttgart 21 gesteckt werden, bescheren der Bahn nicht die erhofften Fahrgastzuwächse. Der Bundesverkehrswegeplan der Großen Koalition ändert an dieser Misere wenig. Er sieht viele neue Ortsumfahrungen und wenige Bahnprojekte vor. So ist bis heute die Zukunft der Murrbahn, der Brenzbahn, der Gäubahn, der Hochrheinbahn und der Bodenseegürtelbahn ungewiss. Die notwendige Infrastruktur für einen Deutschland-Takt, der attraktive Umsteigemöglichkeiten an Knotenbahnhöfen ermöglicht, ist bis heute nicht auf der Agenda von Bundesverkehrsminister Dobrindt. Ich kämpfe für die Behebung dieser Missstände und damit für eine zuverlässige Bahn mit zufriedenen Fahrgästen. Ebenso setze ich mich für ansprechende, barrierefreie Bahnhöfe ein.

Im Radverkehr hochschalten

Der Radverkehr boomt, aber Schwarz-Rot überlässt den Radverkehr den Ländern und Kommunen. Ich finde, der Bund muss mehr in Radwege investieren und Radschnellwege und Lastenräder endlich aktiv fördern. Mehr Radverkehr bedeutet mehr Lebensqualität und weniger Luft- und Lärmbelastung. Mit besseren Wegen für den Radverkehr steigt die Verkehrssicherheit und es kommt zu weniger Konflikten mit Fußgänger*innen. Dafür will ich das Straßenverkehrsrecht zugunsten des Rad- und Fußverkehrs modernisieren.

Politische Arbeit transparent machen – Für Demokratie werben

Was mir über meine verkehrspolitischen Fachthemen hinaus am Herzen liegt ist, für Demokratie zu werben, politische Entscheidungswege transparent zu machen, meine Meinung differenziert darzustellen und Diskussionen anzuregen. Dazu lade ich besonders gern junge Menschen ins politische Berlin ein, gehe an Schulen, nutze intensiv die sozialen Medien und informiere mit meinen Newslettern „Ökologische Mobilität“ und „Aus Wahlkreis, Region und Ländle“, die abwechselnd alle zwei bis drei Wochen erscheinen. Mit konkreten Praxisideen zu „Nachhaltige Mobilität in der Stadt“, „Nachhaltige Mobilität auf dem Land“ und „Barrierefreie Mobilität“ habe ich Broschüren herausgegeben. In meinem Online-Bahntagebuch halte ich – teils unterhaltsam, teils zur Information und politischen Auswertung – jede meiner Fahrten im Fernverkehr fest.

Für meine eigene Meinungsbildung, aber auch für eine gute Präsenz in der Fläche, „erwandere“ ich regelmäßig meine Betreuungswahlkreise und suche das Gespräch vor Ort u. a. mit Biolandwirten, Betreibern von Wasser- und Windkraftanlagen und Ehrenamtlichen aus dem Naturschutz. Auch meine „Thementage“, beispielsweise zu wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen oder zur Arbeit mit Geflüchteten, dienen dem Dialog und der Meinungsfindung.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

während wir Grüne im Südwesten die Energie- und Verkehrswende kräftig vorantreiben, stehen die Schwarzen und Roten im Bund auf der Bremse. Deshalb liegt es nächstes Jahr an uns Grünen, CSU-Verkehrsminister Dobrindt endlich abzulösen und die unfassbar schlechte Politik von Schwarz-Rot zu beenden.

Das alles motiviert mich, tatkräftig dazu beizutragen, dass künftig auch im Bundestag die entscheidenden Weichen für eine grüne Verkehrswende gestellt werden. Ich möchte weiterhin eine nachhaltige Mobilität vorantreiben und das finanzielle und verkehrliche Desaster um Stuttgart 21 aufklären. Dafür lohnt es sich, mit Herzblut und Leidenschaft zu kämpfen – für ein starkes grünes Ergebnis in Baden-Württemberg und im Bund.

Gemeinsam mit Euch will ich in den Wahlkampf starten. Für einen aussichtsreichen Listenplatz bitte ich Euch um Euer Vertrauen und Eure Unterstützung.

Herzliche Grüße

Euer Matthias

Biografie

  • Geboren 1970 in Stuttgart
  • Sozialpädagoge und Betriebswirt
  • Bis 2006 habe ich in der Jugendhilfe und anschließend bis zur Bundestagswahl 2013 als selbstständiger Personaldienstleister gearbeitet
 
  • Seit 1989: Mitglied bei den GRÜNEN
  • 1990 bis 1993: Gründungs- und Landesvorstandsmitglied der Grünen Jugend Baden-Württemberg
  • In den 1990er-Jahren: Orts- und Kreisvorstand der GRÜNEN
  • 1994: Bundestagskandidat
  • 1994 – 2014: Stadtrat in Filderstadt, Fraktionsvorsitzender
  • 1999 – 2014: Mitglied des Kreistages
  • 2011: Zweitkandidat bei der Landtagswahl
  • Seit 2011: Vorstandsmitglied der Grünen und Alternativen in den Räten (GAR)
  • Seit 2013: Mitglied des Deutschen Bundestages; Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, bahnpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Aktive Mitarbeit in den Landesarbeitsgemeinschaften „Wirtschaft, Finanzen und Soziales“, „Mobilität“, „Tierschutzpolitik“ und gerne auch „Ökologie“ und „Behindertenpolitik“.
Kontakt:
  • Telefon: 0711/99726140 | E-Mail: kontakt@matthias-gastel.de
  • Facebook: https://www.facebook.com/matthias.gastel.1
  • Twitter: https://twitter.com/matthiasgastel

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