BTW-22 Gerhard Zickenheiner

 
Liebe Freundinnen und Freunde,

Das Biosphärengebiet Südschwarzwald ist geboren, unsere Modellregion füllt sich in einem motivierten Ideenprozess mit Leben. Ein Beispiel von vielen, an denen man sieht: GRÜN macht vorbildliche Arbeit in den Gemeinderäten, den Kreistagen und in der Landesregierung. Genau diesen Drive in Baden-Württemberg gilt es nach Berlin zu bringen!
Es mag sein, dass meine ambitionierte Bewerbung um einen vorderen Platz der Landesliste Baden-Württemberg viele von euch an dieser Stelle zu einem Erstaunen verleitet. Ich bin in den letzten 20 Jahren mehr durch GRÜNE Projekte aufgefallen, die Tätigkeiten in den Gremien nahmen erst in den letzten Jahren Gestalt an.
Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, meine Aktivitäten – über die ich erfolgreich GRÜNE Politik im Kreistag Lörrach, in der trinationalen Agglomeration Basel sowie auf Podien und Foren in D, F und CH umsetze – unter erweiterten Gesichtspunkten in die Bundespolitik einzubringen: als fachkundiger Mitgestalter aus dem bislang unterrepräsentierten Südwesten in der Fraktion.
Meine Arbeitsfelder liegen im Bereich zentraler Querschnittsthemen, zu denen ich als Architekt und Stadt- und Regionalentwickler über ein fachgebietsübergreifendes Wissen sowie fundierte Standpunkte verfüge: Mobilität, ÖPNV, Architektur- und Städtebau, Landwirtschaft, Ökologie und Soziologie.
 
Einen Einblick in mein politisches Denken und Handeln mögen euch die folgenden kurzen Statements ausgewählter Bereiche bieten:

Energiewende muss wieder grün werden

Uns allen ist klar: wir müssen aus der Braunkohlenutzung heraus. Und wir benötigen effizientere und intelligentere Netze. Deutlich cleverer sollten wir zudem mit den Verbrauchsfaktoren von uns Bürgern umgehen. Dazu benötigen wir eine integrierte Strategie für ein Mobilitätssystem, welches Infrastruktur- und Raumplanung aufeinander sowie mit den Planungen für Straße und Schiene, öffentlichen Verkehr und Individualverkehr abstimmt.
Es reicht nicht, unsere Häuser einfach warm einzupacken und weiterhin irgendwo hin zu stellen, wenn´s gerade mal eng wird mit den Bauplätzen –  und unsere Autos sparsamer auszulegen ohne eine integrierte Sichtweise der Problemvernetzungen.
Wir sollten die Bau-Förderwerkzeuge so umgestalten, dass sie verdichtetem Bauen und Sanierungen im Innenbereich gegenüber dem EFH auf der grünen Wiese Vorrang einräumen. Das bewahrt wertvolle Flächen, unsere ökologischen Ressourcen, senkt den Mobilitätsaufwand und sichert uns nebenbei lebendige Ortskerne und Stadtzentren.

Bezahlbarer Wohnraum

Die Mietpreisbremse versagt weitgehend, der Wohnungsnotstand wächst. Rufe nach Vereinfachung der Baunormen sind laute Konsequenz. Kurzsichtigen Einsparideen dürfen nicht Vorrang vor Sicherheits- und Energiestandards erhalten. Als Realität steht dem gegenüber: selbst bei Genossenschaften und kommunalen Wohnungsbauunternehmen schnellen die Erstellungs- und Mietpreise hoch. Die sozial- wie investitionsgerechte und zugleich ökologische Lösung dieses Dilemmas benötigt einen ganzen Strauß von Maßnahmen. Dazu gehört eine umfassende Nachbesserung bei der Mietpreisbremse, aber auch eine gezielte Bodenpolitik und ein umfassendes nationales Programm für sozialen Wohnungsbau, abgestützt auf systemische Forschung in diesen Bereichen.

Chancengleichheit und Verteilgerechtigkeit

Unsere Gesellschaft driftet auseinander. Fast 8% unserer Mitbürger erhalten Harz 4 und laut OECD erreicht nur jeder 5. durch seine Bildung einen sozialen Aufstieg. Viele bleiben heute hinter den Ausbildungen ihrer Eltern zurück.  Das sind für einige genug Gründe und Ausgangspunkt für eine Abwendung von unseren demokratischen Prinzipien. Wir müssen und können gemeinsam bei den Ursachen ansetzen, wenn wir diese Menschen zurückgewinnen wollen: Unser Bildungssystem muss erreichbar und attraktiv werden, sozialer Aufstieg kann gestaltet werden, auch für die Schutzsuchenden, die aus Krisengebieten zu uns kommen.
Das braucht entschlossene Umverteilung und beherzte Initiativen auf verschiedenen Ebenen; dies wird verbunden sein mit Investitionen – die Menschen sind es uns wert. Wenn wir nicht zu Chancengleichheit und mehr Verteilgerechtigkeit kommen, werden die Auswirkungen kostenintensiver sein und zudem politisch halsbrecherisch.

Chancen eines Europa der Regionen

Europa ist der richtige Rahmen zur Gestaltung unserer Zukunft. Späte Geburtshilfen zur Behebung einiger Fehler müssen wir allerdings umgehend umsetzen: insbesondere in den Bereichen „demokratische Struktur“ und „Transparenz“ besteht Nachbesserungsbedarf. Derweil wurden TTIP und CETA hinter unserem Rücken ausgehandelt, beide mit hohen Schadensrisiken auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene.
Für mich liegt im Konzept eines „Europa der Regionen“ eine große Chance, um den nationalstaatlichen Prägungen des gemeinsam belebten Kontinentes ein attraktiveres Konzept entgegenstellen zu können: In der Bestärkung spezifischer Eigenheiten kann sich regionale Identität auf Basis kulturräumlicher Zusammenhänge entwickeln.
Mein bisheriges Aktionsfeld ist das Dreiländereck D-CH-F, in dem es mittlerweile gelingt, eine grenzüberschreitende Identität als „Heimatgefühl“ einer Region zu etablieren.  Hiesige Städter begreifen den ländlichen Raum der ihren Agglomerationsraum umgibt als Teilbasis ihrer Identität. Regionale Produkte gewinnen Absatzprozente vor Fernimporten. Viele wissen, wo ihr Fleisch herkommt und es ist ihnen nicht egal, wie dieses heranwuchs. Die ÖPNV- Planung erfolgt regional und nicht mehr allein innerhalb nationaler Territorien. Das Angebot lässt nicht nur die physischen Grenzen verschwinden.

Mobilität gestalten

Zukunftsfähige Mobilität ist multimodal.
Ich setze mich dafür ein, dass für die unterschiedlichen Bedarfe der Mobilität von morgen, die Entwicklung der passenden Systeme, Fahrzeuge und Motoren vorangetrieben wird.
Hierbei steht mittelfristig die E-Mobilität im Vordergrund, zudem sollte Deutschlands Schlüsselindustrie Vorreiter im Entwickeln von weiteren Alternativen, wie kompakten Brennstoffzellen, werden. So kann sich unsere Schlüsselindustrie durch grüne Mobilität „made in Germany“ positionieren.
Wir sollten unsere Autonation nicht vor den Kopf stoßen mit der Androhung des abrupten Endes der Verbrennungsmotoren, wenn es viel eleganter gelingen kann, Mehrheiten bereits in ein paar Jahren über die emotionelle Qualität von Fahrdynamik und geräuschfreiem Gleiten zu einem Wechsel zu bringen.
Entscheidender als eine Förderprämie auf E-Mobile für deren Akzeptanz wird der zügige Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes sein, dafür müssen wir uns einsetzen!
Auch die überfällige Weiterentwicklung des Bundesradwegenetzes sowie eine zukunftsfähige Überarbeitung des Modells „Deutsche Bahn“, werden das Tempo vorgeben, mit dem wir unsere Mobilität ändern.

 

Lasst uns in diesem Wahlkampf gewinnen, zusammen, als die GRÜNEN mit der hohen Streitkultur als Grundlage ihrer Entwicklungsfähigkeit.
Und lasst uns nicht nur an die Gewissen appellieren, sondern die Herzen erreichen.

Ich freue mich auf diesen Bundestagswahlkampf mit Euch und bitte um Eure Unterstützung und Euer Vertrauen für einen aussichtsreichen Listenplatz.

 

Gerhard

 
 
Kontaktmöglichkeiten & mehr zu meiner Person unter:

Post: Gerhard Zickenheiner, Grabenstr. 16, 79539 Lörrach
E-Mail: gerhard.zickenheiner@zickenheiner.com
Webseite: www.gerhard-zickenheiner.de
Facebook: gerhard.zickenheiner
Telefon: 0162 2659877

 

Biografie

  • Ich bin 1961 in Lörrach geboren, dort trotz Studiums- und beruflichen Auslandsphasen verwurzelt geblieben,
  • Vater von zwei volljährigen Söhnen, in fester Bindung lebend mit einer ökologischen Nebenerwerbslandwirtschaft, und insbesondere deren Sennerin.
  • Nach Architekturstudium in Stuttgart, Barcelona und an der Kunstakademie in Frankfurt a.M., folgten mit der Bürogründung in Lörrach Jahre für Architektur und Städtebau –  bei stetig wachsendem Bewusstsein für die hohe Bedeutung des nachhaltigen Bauens.
  • Es fügten sich weitere grüne Themen an mit Projekten zur Fahrradinfrastruktur, Flussrevitalisierung, Hochbauten in Holzbauweise.
  • Seit rund zehn Jahren gehören Aktivitäten für den Naturpark Südschwarzwald im ländlichen Raum und für das Trinationale Umweltzentrum Weil am Rhein zum Handlungsspektrum.
  • Ein berufsbegleitendes Masterstudium „Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung“ kombiniert neues Wissen mit den praktischen Erfahrungen.
  • Beruflich befasse ich mich neben der Architektur mit Themen wie der Gestaltungsberatung im Südschwarzwald und Beteiligungsverfahren wie einem Leitbild für Mobilität und ressourcenschonende bauliche Entwicklung auf einer regionalen Entwicklungsachse.
  • Mein privates Engagement ist geprägt über die politische Arbeit im Kreistag, meine Vorstandstätigkeit im deutschen Werkbund sowie regelmäßige Teilnahmen an Expertenrunden zur Baukultur und Siedlungsentwicklung des Landes.

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