BTW-4 Erwin Feucht

Liebe GRÜNE Freund*innen,

die politischen Tendenzen in der Bevölkerung und der radikalisierende Hang nach rechts sind es vor allem, weshalb ich unsere Partei noch stärker unterstützen möchte. Als „Urgestein“ der GRÜNEN bin ich seit 30 Jahren für unsere Partei aktiv. Jeden Tag tausche ich mich mit vielen Menschen aus, was mein Beruf als Gastronom, meine Tätigkeit im Stadtrat und mein Wesen eines neugierigen Menschen, der gerne hinterfragt, mit sich bringen. Dieser Austausch motiviert meine politische Arbeit bei den GRÜNEN – seit 20 Jahren auch im Balinger Gemeinderat. Mich hat unsere Partei seit vielen Jahren geformt. Ich habe Ecken und Kanten von ihr erhalten. Vor allen Dingen habe ich mir aber ein glasklares Profil durch und mit ihr erarbeitet. Mit genau diesem Profil will ich nun für unsere GRÜNEN in den Bundestag und ihr zurückgeben, was sie mir gegeben hat: die Überzeugung von unseren Werten in der Gesellschaft. Zukünftige Entwicklungen habe ich dabei fest im Blick und gehe die Herausforderungen konsequent an. Das stelle ich mit meiner politischen Arbeit unter Beweis.

Viel stärker als noch vor einigen Jahren spüre ich, wie wichtig mir die Nähe zu den Menschen ist. Viele Bürger*innen haben das Vertrauen in die Politik verloren oder glauben nicht mehr an das, was ihnen versprochen wird. Umso bedeutender ist es für mich, auf diese Menschen zuzugehen und ein stringentes, nachvollziehbares, aber auch ein überzeugendes Handeln folgen zu lassen. Nur so kann Glaubwürdigkeit aufgebaut und letztlich stabilisiert werden. Die allgegenwärtige politische Frustration der Bürger*innen resultiert aus Fehlentscheidungen der großen etablierten Parteien im Bund CDU/CSU und SPD wie beispielsweise beim Dublinabkommen, den Energiegesetzen, im Gesundheits- und Pflegewesen sowie der Landwirtschaft. Leider führt diese Resignation dazu, dass Ziele unserer Partei nicht mehr umgesetzt werden können: Einfach deshalb, weil zu wenige Menschen zur Wahl gehen – oder noch schlimmer – ihr Kreuz absichtlich bei extrem ausgerichteten Parolenschlägern machen. Dem will ich entgegenwirken und durch meinen Einsatz für ein solidarisches Miteinander und ökologisches Wirtschaften Deutschland und Europa stärken. Daher setze ich auf folgende Schwerpunkte:

Integration und Gleichberechtigung

Schon früh hat mir der Vietnamkrieg gezeigt, dass es das Wichtigste ist, sich für den Frieden stark zu machen. Die aktuelle Flüchtlingspolitik lässt einen Aufschrei in der Gesellschaft laut werden: Das Thema “soziale Gerechtigkeit“ kocht hoch aus Angst vor Altersarmut und sozialem Abstieg, unbezahlbaren Mietpreisen und einem nicht mehr für alle finanzierbaren Gesundheitssystem. Die GRÜNEN waren schon immer die Partei, die sich außer für Ökologie sehr stark für den Mensch und die Gleichberechtigung eingesetzt hat. Genau hier sehe ich den Ansatz meines Handelns: Ich will den Bürger*innen deutlich machen, dass der Weg der Protestwahl unsere Demokratie Gefahr laufen lässt, von Rechtspopulisten aus den Angeln gehoben zu werden. Eine gelungene Integration aller Flüchtlinge muss sein, da nur sie uns weiter nach vorne bringt. Für uns in Balingen ist dieser Gedanke nichts Neues. Wir gründeten vor drei Jahren den Arbeitskreis Asyl. Diese Weichenstellung zeigt uns, dass Integration und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen können. Wir ernten erste Erfolge. Meine hier gemachten Erfahrungen möchte ich in Berlin weitergeben. Ich zeige Wege auf, die den Menschen die Furcht vor Fremdem nimmt und das Vertrauen in unseren Sozialstaat stärkt. Mehr als je zuvor ist jetzt die Zeit dafür.

Energiewende

Tief geprägt und überzeugt hat mich zudem in meinen jungen Jahren die „Atomkraft – Nein, danke“-Bewegung. Nach wie vor sind diese Erfahrungen tief in mir verwurzelt. Ich möchte mein politisches Engagement im Bundestag einbringen, dass die Energiewende Stück für Stück weiter und in die richtige Richtung getrieben wird. Ich setze mich für den weiteren Ausbau von Solar, Wind- und Wasserkraft ein. Nachhaltige Energiequellen müssen selbstverständlich und sukzessive immer mehr genutzt werden – im privaten wie im unternehmerischen Bereich. Aus meiner über 20jährigen Arbeit im Aufsichtsrat der Stadtwerke bin ich es gewohnt, dicke Bretter zu bohren und den Einsatz regenerativer Energien peu à peu, jedoch strukturiert und flächendeckend umzusetzen.

Ökologische Landwirtschaft

Zudem will ich die ökologische Landwirtschaft durch direkte Vermarktung biologisch produzierter Lebensmittel stärken. Ich denke, dass es genau das ist, wofür die politische Heimat der GRÜNEN steht. Wir machen uns stark für das, was uns und unserer Erde guttut – beim Essen, genauso wie bei der Landwirtschaft und der Energie. Wir GRÜNEN waren die erste Partei, die das konsequent in ihrem Programm verankert hat. Genau jetzt können wir viele Wähler*innen in ihrem Wunsch nach gesundem Leben und Essen abholen. Ihr Verlangen nach nachhaltiger, fairer und biologisch einwandfreier Produktion von Lebensmitteln ist ein entscheidender Punkt für uns, den es zu positionieren gilt.

Dass schon viel erreicht wurde nach fünf Jahren Regierungszeit der GRÜNEN in Stuttgart sowie mein Wahlergebnis bei der vergangenen Landtagswahl mit 29% und knapp verpasstem Erstmandat bestärken mich in meinem Vorhaben. Um nun den Landkreis Sigmaringen, den Zollernalbkreis und damit auch andere Landkreise mit ländlich geprägten Strukturen bestens in Berlin vertreten zu können, ist es mein erklärtes Ziel, einen Abgeordneten-Sitz für unsere Partei, die GRÜNEN, im Bundestag zu bekommen. Jetzt ist für mich die entscheidende Zeit, unsere Partei mit ihren ureigensten Zielen nach vorne zu bringen. Ich will diesen Prozess mit meinem glaubwürdigen und authentischen Profil aktiv unterstützen. Dafür möchte ich mich mit voller Kraft auch in Berlin einsetzen. Grüne Erfolge in unserer sonst so schwarz geprägten Region sprechen für sich.

Deshalb bitte ich Euch um eure Unterstützung!

Euer Erwin Feucht

Biografie

Ich wurde am 12.10.1959 in Balingen geboren. Nach der Realschule machte ich eine Ausbildung zum Konditor in Konstanz. Die Meisterprüfung legte ich an der Hoppenlauschule in Stuttgart ab. Seit Anfang der 1980er Mitgied bei den Grünen. Von 1986-2010 selbständiger Gastronom und von 2010 bis jetzt Angestellt auf dem Hofgut Domäne in Hechingen. Mit meiner Partnerin haben wir zwei Kinder 18 und 13 Jahre. Seit den 1980er mit Unterbrechung über 20 Jahren im Gemeinderat von Balingen. Ausschußmitglied in den Stadtwerken und im Zweckverband Abwasser Balingen. Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen im Zollernalbkreis. Aktiv im Arbeitskreis Asyl. Mitglied bei der AWO. Privat bin ich sehr gerne im Garten und auf Live Konzerten.

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