BTW-25 Dietrich Burchard

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

von unserem Kreisverband Göppingen wurde ich zum Bundestagskandidaten 2017 gewählt, weil ich Handwerker mit grüner Ausrichtung bin, Seit 2008 bin ich bei den Grünen in Göppingen aktiv. Mein Anliegen als Quereinsteiger aus dem Handwerk ist es aufzuzeigen, wie grüne Ansätze meine privaten und geschäftlichen Abläufe bereichert haben. Damit das auch so bleibt, will ich als Zimmermann, Hochbautechniker und Baubiologe auf bundespolitischer Ebene mitgestalten.

Wie als Handwerker und stellvertretender Obermeister geht es für mich auch in der Politik um die konkrete Gestaltung unserer Gegenwart und unserer Zukunft zum Wohle der Menschen. Der Grüne Weg ist für mich, ständig nach dem heute Machbaren zu suchen im Hinblick auf eine noch bessere Zukunft. Hierbei kommt es auf ein Wohlfühlen möglichst Aller und einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur an.

Ein Fortführen grüner Politik benötigt derzeit besonders den Bezug zum Praktischen und zum Alltäglichen. Dass wir als Grüne hier gute Ansätze haben ist klar, jedoch erleben wir derzeit, wie Teile der Bevölkerung sich nicht mehr vertreten fühlen von der Bundespolitik. Die Verbindung zwischen Politik und unserer Gesellschaft muss wieder hergestellt werden. Ein Handwerker als Bündnis90/Grüner Bundestagsabgeordneter wäre ein gutes Zeichen. Darum kandidiere ich.

Ökologie bei staatlicher Auftragsvergabe

Da der Staat immer auch Vorbild für gesellschaftliche Abläufe ist, müssen wir das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch bei der Ausschreibung und Vergabe öffentlicher Ausschreibungen besser verankern. Bisher ist die Regelung, dass der wirtschaftlichste Bieter beauftragt wird. Dies führt meist dazu, dass der billigste Bieter den Auftrag bekommt, ohne auf Nachhaltigkeit, gute Beschäftigungsverhältnisse, Energieeffizienz oder sonstige Aspekte zu achten. Die Folge ist, dass schlecht bezahlte Putzkräfte öffentliche Gebäude nachlässig reinigen, öffentliche Bauvorhaben regelmäßig zu teuer werden oder zweifelhafte Fertiggerichte in Schulküchen ausgegeben werden.

Eine auf Fairness, Nachhaltigkeit, Regionalität und Naturschutz ausgerichtete Ausschreibungs- und Vergabeordnung würde hier viel verbessern und könnte auch Impuls für die Gesellschaft sein.

Sozialabgaben abkoppeln von Löhnen

Das Handwerk als produzierendes Gewerbe ist sehr abhängig von der direkten Produktivkraft seiner Mitarbeiter. In der Gesamtheit ist das Handwerk ein wichtiger und zuverlässiger Arbeitgeber in Deutschland. Im Handwerk sind fast so viele Menschen beschäftigt wie in der Industrie. Arbeitnehmer in kleinen Handwerksbetrieben sind nicht beliebig austauschbar. Handwerk ist dezentral aufgestellt und somit weniger abhängig von der Weltwirtschaft als exportorientierte Industrieunternehmen. Handwerk trägt durch seine Innovationskraft maßgeblich zur Umsetzung grüner Ansätze bei.

Durch eine zunehmende Automatisierung und Digitalisierung in vielen Bereichen unserer Wirtschaft wird der Anteil der Wertschöpfung durch Lohnarbeit immer geringer. Solange soziale Absicherung jedoch überwiegend Lohnbezogen bleibt, lastet die Finanzierung unsers sozialen Standards auf zu wenigen Schultern. Die Folge ist der schleichende Abbau unseres Sozialstaates zu Gunsten privater Versicherer.

Die Bürgerversicherung ist hier ein geeignetes Mittel, um soziale Absicherung auf alle Einkommensarten umzulegen und weiterhin zu ermöglichen.

Faire Energiekosten

Auf dem Bau gibt es Dämmstoffe, die weniger kosten, als die eingebrachte Energie zur Herstellung. Dies gilt zumindest, wenn man die Energiekosten für uns Endverbraucher zugrunde legt. Nicht nur die Subventionierung von Strom für energieintensive Herstellungsprozesse ist hier ein Problem, sondern auch die derzeitige Vermarktungspraxis des Stromes. Regenerative Energiegewinnung verursacht nur geringe Kosten, verteuert jedoch den Strompreis für Endkunden.

Dezentrale Stromgewinnung mit Photovoltaik-Anlagen oder Windrädern in der Fläche müssen unterstützt werden. Sie bewahren uns vor den Stromtrassen, die Strom weg von den Großanlagen durch ganz Deutschland transportieren müssen.

Das Beenden von verbilligtem Strom für Unternehmen ist zwingend, damit diese Unternehmen einen ausreichenden Anreiz zum Energie einsparen haben. Auch die Wettbewerbsverschiebung zu Ungunsten ökologischer Produkte kann so beendet werden.

 

Dies sind nur drei Anliegen, zu deren Umsetzung ich auf Bundesebene gerne beitragen möchte. Damit dies möglich wird, bewerbe ich mich bei der LDK um einen aussichtsreichen Listenplatz.

Biografie

  • Geboren: November 1965 in Stuttgart
  • Aufgewachsen: in Göppingen
  • Ausbildung: Zimmerer
  • Fortbildungen: Hochbautechniker, Zimmerermeister, Baubiologe, Energiefachmann, Management im Holzbau
  • Familie: verheiratet seit 1988, 2 Töchter 29 und 27 Jahre
  • Beruf: Geschäftsführer HOLZHAUS Zimmerei GmbH
  • Ämter: stellvertretender Obermeister Zimmererinnung, Mitglied Wirtschaftsausschuss Göppingen, Vorstandsmitglied Grüne Göppingen

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