BTW-30 Andrea Sieber

Liebe Freundinnen und Freunde,

Rechtsextremismus und populistische Stimmungsmache ist kein reines ostdeutsches Problem. Die AfD ist mittlerweile deutschlandweit in mehreren Landtagen und Kommunalparlamenten vertreten – auch in Baden-Württemberg. Spätestens seit der Landtagswahl im vergangenen März steht fest: Wir haben ein Problem mit parteigewordenem Rechtspopulismus. Rassistische Ressentiments scheinen plötzlich wieder hoffähig zu sein. Die Rechtspopulist*innen versuchen mit Sexismus und „Genderwahn“ unsere gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte anzugreifen. Sie stellen unser weltoffenes Deutschland und den Zusammenhalt Europas in Frage. Dem stellen wir Grüne uns entschieden entgegen! Wir streiten für eine offene, sozial gerechte und integrative Gesellschaft. Bündnis 90/Die Grünen ist zurecht die Partei, in der seit unserer Gründung der Feminismus zu Hause ist. Wir setzen uns für strukturelle Gleichberechtigung und Minderheitenschutz ein.

Familien stärken

Familie ist dort, wo Kinder sind. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Formen von familiären Zusammenleben. Immer mehr Kinder wachsen in Regenbogen, Ein-Eltern-Familien oder Patchworkfamilien auf.

Wir Grüne wollen, dass allen Kindern unabhängig vom Elternhaus und sozialer Herkunft die gleichen Bildungs- und Entwicklungschancen zur Verfügung stehen. Dazu braucht es eine flächendeckende Bildungsinfrastruktur in Form von guten Kitas und Ganztagsschulen –  und das möglichst kostenfrei. Damit der Bund die Länder und Kommunen in der Bildungspolitik sinnvoll unterstützen kann, reicht die Lockerung des Kooperationsverbotes für Hochschulen nicht aus und sollte auf Kitas und Schulen ausgeweitet werden.

In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, wachsen fast drei Millionen Kinder in Armut auf oder sind von Armut bedroht. Jedes fünfte Kind ist betroffen. Wir brauchen mehr staatliche Unterstützung für die Betroffenen durch eine existenzsichernde Kindergrundsicherung. Die Ungerechtigkeiten in der Familienförderung müssen endlich abgebaut werden! Kinder gutverdienender Eltern werden aktuell durch Kinderfreibeträge stärker unterstützt als Kinder Erwerbsloser oder mittlerer Einkommensgruppen. Dies muss sich ändern. Wir Grüne haben den politischen Willen und den Mut gegen Kinderarmut in Deutschland vorzugehen. Unser Ziel ist, Kinderarmut zu bekämpfen, Alleinerziehende zu stärken und zudem Familien mit geringen bis mittleren Einkommen zu entlasten.

Frauenpolitik

Frauen sind in Führungsebenen immer noch unterrepräsentiert. Sie erhalten 21% weniger Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit als ihre männlichen Kollegen. Frauen leisten  einen Großteil der unbezahlten Sorge- und Pflegearbeit und sind häufiger von Altersarmut betroffen. Es braucht engagierte grüne Politiker*innen im Bund, die sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen, strukturelle Missstände anprangern und sich für eine geschlechtergerechte Politik einsetzen, um diese Ungerechtigkeiten endlich zu beseitigen!

Die Selbstbestimmung von Frauen ist mir ein Herzensanliegen. Frauen, die ungewollt Schwanger werden, brauchen ein gutes und freiwilliges Beratungs- und Hilfsangebot – und keine Drohung mit dem Strafgesetzbuch. Gerade in solch einer belastenden Lebenssituation ist es wichtig, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen zu schützen.

Für die dauerhafte Qualität und Vielfalt in der Geburtshilfe ist die Sicherstellung einer wohnortnahen geburtshilflichen Versorgung, sowie die Einführung einer Haftpflichtversicherung für alle Gesundheitsberufe von Bedeutung.

Klimaschutz

Claudia Kemfert sagt: „Klimaschutz ist kein Luxus im Boomzeiten – sondern unser Weg aus der Krise.“ Damit hat sie recht. Die Weltgemeinschaft hat mit dem Pariser Klimaschutzabkommen den Grundstein hierfür gelegt. Nun gilt es, die ambitionierten Ziele mit Leben zu füllen und umzusetzen.

Die Bundesregierung hat genau diese Chance verpasst. Mit dem Klimaschutzplan 2050 hätten konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur Stärkung der Energieeffizienz festgeschrieben werden müssen. Stattdessen fördert die Bundesregierung weiterhin den Einbau von Ölheizungen und setzt im Klimaschutzplan 2050 auf nette Prosa-Formulierungen. Damit werden wir die Klimaschutzziele jedenfalls nicht erreichen. Stattdessen brauchen wir ein klares Konzept für den Kohleausstieg, einen CO2-Mindestpreis, den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine Energiewende auch im Verkehrsbereich. All dies kann es nur mit uns Grünen geben.

Mobilität und digitale Infrastruktur

Wer von uns schon mal während der Rush-Hour mit dem Auto nach Stuttgart gefahren ist, weiß, dass wir dringend ein Umdenken in der Verkehrspolitik brauchen. Dabei müssen wir unseren Fokus erweitern: wir brauchen Konzepte einer nachhaltigen Mobilität. Hierzu gehört ein gut ausgebautes Netz für den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen. Dieses muss gerade in ländlichen Regionen mit neuen und flexiblen Systemen wie Bürger*innenbussen oder Ruftaxis ergänzt werden. Auch CarSharing-Angebote sollten weiter gefördert werden und flächendeckend verfügbar sein.

Gleichzeitig müssen wir die Rad- und Fußwege ausbauen, um diese umweltfreundlichen Fortbewegungsmöglichkeiten attraktiver zu machen. Wichtig ist auch, dass wir die verschiedenen Verkehrsträger besser miteinander vernetzen. Hierbei können Mobilitäts-Apps eine gute Hilfe sein, um das Umsteigen von dem einen auf das andere Verkehrsmittel zu ermöglichen und benutzerfreundlich zu gestalten.

Was mich antreibt

Der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung hat mich dazu bewogen, politisch aktiv zu werden und mich bei Bündnis 90/Die Grünen für eine offene und gerechte Gesellschaft einzusetzen. In den vergangenen Jahren habe ich in verschiedenen politischen Funktionen viel Erfahrungen sammeln können. Bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 habe ich gegen den Trend als eine von zwei Grünen Kandidat*innen in Baden-Württemberg mein Erststimmenergebnis von 2009 sogar um 1% steigern können. Daran möchte ich 2017 anknüpfen und mit Euch für ein starkes Grünes Ergebnis im Bund kämpfen!

Ich bitte daher um Euer Vertrauen und Eure Unterstützung für meine Kandidatur um einen aussichtsreichen Listenplatz auf der LDK in Schwäbisch Gmünd.

Herzlich grüne Grüße

Andrea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biografie

Politisches

  • Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen seit 2009
  • Sprecherin des Kreisverbandes Rems-Murr von 2012 bis 2015
  • Bundestagskandidatin im Wahlkreis Waiblingen 2013
  • Sprecherin der LAG Frauenpolitik seit 2014
  • Mitglied im Vorstand des Landesfrauenrates Baden-Württemberg seit 2014
  • Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Rems-Murr seit 2016
  • stellvertretende Delegierte der BAG Frauenpolitik und Bundesfrauenrat
  • Stadträtin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende in Schorndorf
Weiteres Engagement
  • Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft BEG Remstal eG
  • Jugendschöffin am Landgericht Stuttgart
Persönliches
  • ich bin 39 Jahre alt und verheiratet
  • und habe zwei Töchter (5 Jahre und 2 Jahre)
  • von Beruf bin ich Erzieherin und Fachwirtin für Kindertagesstätten (KA)
  • ich spiele Gitarre und bin gern in der Natur unterwegs

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