BTW-10 Agnieszka Brugger

Liebe grüne Freundinnen und Freunde,

mehr denn je sind wir alle gefordert jetzt und bei der kommenden Bundestagswahl als Bürger*innen und Politiker*innen für unsere Werte, für ein solidarisches, tolerantes und gutes Miteinander einzustehen und so unseren Zusammenhalt zu stärken. Wir werden der lauten Minderheit der Rechtspopulist*innen und Nationalist*innen nicht unsere Gesellschaft und unsere Zukunft überlassen. Wo Hass gesät wird, müssen wir die Menschen wieder zusammenbringen. Wo Lügen erzählt werden, antworten wir geduldig mit Fakten und Erklärungen. Wo Ängste geschürt werden und Zweifel herrschen, wollen wir machbare Lösungen zur Diskussion stellen und Zuversicht vermitteln. Wo sie die Zeit zurückdrehen und allen ihr starres und beschränktes Weltbild aufzwingen wollen, treten wir für die Rechte aller Menschen ein, unabhängig davon, wo er herkommt oder wen sie liebt. Ich will mit Euch zeigen, dass eine faire, spannende und lebendige Demokratie mit Debatten um echte Alternativen und die besten Lösungen den billigen Populismus besiegen kann.

Das Engagement und Mitgefühl so vieler Bürger*innen für die Geflüchteten und ihr Interesse an den Krisen dieser Welt beeindruckt mich Tag für Tag und erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit. Sowohl die Debatte um Fluchtursachen als auch die Herausforderungen vor Ort bestimmen seit Monaten meine politische Arbeit im Bundestag und bei vielen Terminen in Baden-Württemberg. Natürlich bin ich auch Zweifeln, Problemen, Sorgen und Fragen begegnet. Dabei ist es mir wichtig, zu erklären, was gerade auf der Welt passiert. Auch politische Entscheidungen bei uns können verheerende Folgen haben und die Lage verschärfen, so dass sich immer mehr Menschen gezwungen sehen, ihre Heimat auf einem lebensgefährlichen Weg zu verlassen. Ich werbe unermüdlich dafür, dass wir uns vom Leid anderswo auf der Welt nicht abwenden, nicht abschotten, sondern unseren Beitrag leisten, es zu lindern. Deshalb müssen wir uns jetzt für ein Ende von verantwortungslosen Waffenexporten in Krisengebiete, für eine faire europäische Außenhandelspolitik und engagierten Klimaschutz weltweit einsetzen.
Bei meinen vielen Terminen im ganzen Land und von den wertvollen Gesprächen mit Geflüchteten, Ehrenamtlichen, Bürgermeister*innen und Mitarbeiter*innen von Kommunen, Bundes- und Landesstellen nehme ich sehr viel mit – tolle Leuchtturmprojekte, gute Ideen und Lösungen, aber auch einige Herausforderungen. Ihren Rückmeldungen und Bitten will ich in Berlin und Stuttgart eine starke Stimme geben. Ich möchte den Menschen konkrete Antworten geben, wie wir mit unserem Handeln dazu beitragen können, Fluchtursachen wirksam einzudämmen und wie es uns gleichzeitig gelingen kann, die aktuellen Herausforderungen zu meistern, um das Beste aus der Situation für alle im Land zu machen.

Altes hinterfragen, Neues wagen – für eine verantwortungsvolle Außen- und Sicherheitspolitik

Als Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung der grünen Bundestagsfraktion stehe ich in diesem nach wie vor von Männern dominierten Bereich meine Frau – in den Krisengebieten dieser Welt, im Gespräch mit der Friedensbewegung, der sicherheitspolitischen Community, der Bundeswehr und den Bürger*innen sowie in den Auseinandersetzungen mit der Rüstungslobby. Niemand kann alle Kriege dieser Welt von heute auf morgen lösen. Aber wir Grüne haben viele Idee anzubieten, die zu einer friedlicheren, besseren Welt beitragen und davon möchte ich die Menschen weiterhin überzeugen. Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung in den letzten drei Jahren war hingegen oft mutlos, ohne Ideen, in den schlimmsten Fällen sogar gefährlich.

Wenn Ursula von der Leyen unter einer größeren deutschen Verantwortung in der Außen- und Sicherheitspolitik vor allem ein Mehr an Auslandseinsätzen der Bundeswehr und den Rückfall in die alte Kalte Kriegs-Denke von Aufrüstung und Abschreckung versteht, setzen wir dem das Primat von Diplomatie, Prävention und ziviler Konfliktlösung entgegen. Für uns ist klar: Konflikte können nicht militärisch gelöst werden. In Anbetracht der schwierigen sicherheitspolitischen Herausforderungen in unserer östlichen und südlichen Nachbarschaft müssen wir vor allem die Konfliktursachen bearbeiten und die zivilen Konfliktlösungen stärken. Es ist doch angesichts der Situation auf der Welt völlig unverständlich, dass diese Bundesregierung den ohnehin schon großen Verteidigungshaushalt um Milliarden aufstockt, während sie viel zu wenig Mittel für humanitäre Hilfe und Personal für die zivile Konfliktbearbeitung bereitstellt.

Wenn die Verteidigungsministerin die Interessen der Rüstungslobby über die der Steuerzahler*innen und der Bundeswehr stellt und den nächsten Rüstungsskandal kleinredet, setzen wir alles daran, den Filz und die Verflechtung zwischen Ministerium und Rüstungslobby aufzuklären. Wir Grüne entwerfen detaillierte Konzepte für mehr Transparenz und echte Kontrolle. Dabei lassen wir uns nicht vom Scheinwerferlicht blenden, sondern bleiben hartnäckig und kontrollieren, ob hinter den Schlagzeilen der Ministerin auch Substanz ist oder wieder nur heiße Luft.

Wenn Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei den Rüstungsexporten zwar schöne, große Reden schwingt, gleichzeitig aber diese schwarz-rote Regierung einen gefährlichen und beschämenden Rekord der Verantwortungslosigkeit bei den deutschen Waffendeals aufstellt, kritisieren wir das nicht nur in aller Schärfe. Wir Grüne legen Eckpunkte für ein neues, starkes Rüstungsexportgesetz auf den Tisch, damit Frieden, Sicherheit und Menschenrechte endlich mehr wiegen als die Profitgier der Rüstungsunternehmen.

Wenn Außenminister Frank-Walter Steinmeier jeden Ehrgeiz bei der nuklearen Abrüstung verloren und den Abzug der US-Atomwaffen in Deutschland zugunsten ihrer teuren und gefährlichen Modernisierung beerdigt hat, halten wir Grüne die Fahne der Abrüstung und Rüstungskontrolle hoch. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft arbeiten wir Grüne für ein endlich atomwaffenfreies Deutschland. Denn nicht noch mehr teure und grausame Waffen, sondern Abrüstung und Rüstungskontrolle schaffen am Ende mehr Frieden und Sicherheit für alle.

Gemeinsam für noch mehr Grün – im Bundestag und vor Ort!

Wir Grüne wollen es nicht nur besser wissen, sondern in Zukunft die Chance bekommen, es auch besser zu machen. Ich will mich bei dieser Bundestagswahl mit aller Kraft und gemeinsam mit Euch dafür einsetzen, dass wir auch auf Bundesebene eine andere Politik gestalten können und unseren Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein kleines bisschen friedlicher und sicherer wird.
Neben meinen Themen im Parlament liegt mir auch die Arbeit in meinem wunderschönen Wahlkreis mit den beiden Kreisverbänden Ravensburg und Wangen am Herzen. Besonders freut mich, dass wir in den letzten Jahren in Oberschwaben und im Allgäu wie in vielen anderen Regionen in Baden-Württemberg zeigen konnten, dass wir Grüne nicht nur in Städten unsere Hochburgen haben, sondern im ländlichen Raum ebenso stark verwurzelt sind. Ich habe mich sehr über die Unterstützung, das Vertrauen und die erneute Nominierung als Kandidatin für die nächste Bundestagswahl im Wahlkreis Ravensburg gefreut.

Als Abgeordnete möchte ich immer nah dran und mittendrin sein, bei dem, was die Menschen bewegt und umtreibt: Ob auf der Fasnet, im Kuhstall, auf der Demo für bessere Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, in der Schulklasse, beim Heimatfest oder bei der IHK – ich gehe so gut wie keiner Gelegenheit aus dem Weg, um das Gespräch mit den Bürger*innen zu suchen, etwas Neues zu lernen und ihre Ideen und Kritik dann bei den Diskussionen in Berlin oder Stuttgart einzubringen. Ob Verkehrspolitik, nachhaltige Landwirtschaft oder das immens wichtige Thema der Inklusion – die thematische Vielfalt der Arbeit vor Ort begeistert mich immer wieder.

Abgeordnete zu sein, ist für mich nicht einfach irgendein Beruf. Grüne Politik mitzugestalten, ist vielmehr eine erfüllende Berufung für mich. Auch in Zukunft würde ich gerne als eure Abgeordnete im Parlament für mehr Frieden, Sicherheit und Menschenrechte arbeiten und mich vor Ort in Baden-Württemberg für die Ideen der Bürger*innen einsetzen. Das möchte ich auch weiterhin mit Neugier und Diskussionsfreude, mit Visionen und Pragmatismus, mit einer klaren Haltung und Verständnis, mit Mitgefühl und Zuversicht tun. Dabei kann ich auf die Erfahrung der letzten Jahre aufbauen und habe gleichzeitig noch mehr als genug Ideen, Energie und Leidenschaft für weitere vier Jahre im Bundestag. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Politik im Lande immer grüner wird und wir an den tollen Erfolg unserer letzten Landtagswahl anschließen können – im Allgäu und in Oberschwaben, in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland. Deshalb würde ich mich unheimlich freuen, wenn ihr mir auf Platz 5 der Landesliste noch einmal Eure Stimme, Euer Vertrauen und Eure Unterstützung schenkt.

Mit herzlichen grünen Grüßen
Eure Agnieszka

Biografie

Kontakt:

Politisches:
  • Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und GRÜNER JUGEND seit 2004
  • Mitglied des Deutschen Bundestages seit Oktober 2009, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung, Obfrau im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung
  • Sprecherin von Oberschwabengrün seit 2012
  • Mitglied des Landesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg von 2009-2015
  • Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg 2007-2009
  • Kreisvorstand in Tübingen 2005-2008 und weitere Funktionen in der Landespartei
  • Diverse Ämter in der Tübinger Hochschulpolitik, u.a. ASTA-Vorstand und Senat
Privates:
  • 31 Jahre alt, verheiratet, geb. in Legnica (Polen)
  • Studentin der Politikwissenschaft, der Philosophie, des Öffentlichen Rechts an der Uni Tübingen seit 2004
  • Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung 2006-2009
 

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